30. Januar 2024

Wie KI die Ultra­schall-Diagnostik revolutioniert

High-Tech-Ultraschallgeräte enthalten heute Dia­gnostik-Software, die dank künstlicher Intelligenz immer präzisere Ergebnisse liefert und Arbeitsabläufe vereinfacht.

KI Diagnostik
© GE Healthcare

Ärztemangel und überfüllte Notaufnahmen sind nur zwei Symptome dessen, woran unser Gesundheitssystem krankt. Der Druck auf die Ärzte steigt: Immer schneller müssen Diagnosen gestellt und Patienten versorgt werden ­und das möglichst kosteneffizient. Ein Lösungsansatz, der derzeit in der Ultraschall-Diagnostik Einzug hält, heißt KI. Die Erwartungen sind hoch - von Software-Entwick­lern ebenso wie von Ärzten und Patienten in Kliniken und Praxen. Ärzte setzen auf fachliche Unterstützung bei der Ul­traschall-Diagnostik, Patienten hoffen auf noch präzisere Behandlungen. Prognosen prophezeien eine Vervielfachung des Umsatzes durch die Anwendung Kl-basierter Technologien in den nächsten Jahren.

"Ärzte unterschiedlicher Fachrichtungen werden in Zukunft noch schneller und sicherer über Therapien für ihre Patienten entscheiden können", sagt Prof. Mathias Goyen, Chief Medical Officer EMEA bei GE HealthCare. Neben Geräten etwa zur Bildgebung mittels Ultraschall bietet GE HealthCare deshalb seinen Kunden eine erweiterbare Technologie-Plattform an. Unter dem Namen "Edison" integriert das Unternehmen sämtliche Kl- und Analyse-Angebote wie intelligente Apps und smarte Systeme in bestehende Geräte ebenso wie in neue Produkte. 

"Je schneller Behandler mit der zum jeweiligen Patienten passenden Therapie beginnen, desto besser für alle Beteilig­ten", sagt Goyen. Durch präzise Diagnostik lasse sich eine Erkrankung verhindern, verlangsamen oder sogar heilen. "Aber wir können heute auch immer besser vorhersagen, welche Patientengruppen von einer bestimmten Therapie profitieren - oder auch, welche Folgerisiken für bestimmte Merkmalskonstellationen bestehen", erklärt Goyen. Dia­gnose- und Therapieleitlinien lassen sich so verbessern, aber auch die Effizienz: "Für das Gesundheitssystem bedeu­tet Kl auch geringere Kosten, weil wir immer gezielter behandeln können - von Beginn an", ist Goyen überzeugt.

Anwendung von Kl in der Ultraschall Diagnose

Ein Beispiel aus der Pränatalmedizin: Die Anwendung SonoCNS ist ein neues intelligentes Werkzeug für Gynäkolo­gen am Ultraschallgerät. "Unsere Deep Learning-Technologie hilft den Arzten dabei, empfohlene Ansichten korrekt auszurichten und anzuzeigen", sagt Goyen. Das fetale Gehirn lässt sich mit meist wenigen Klicks sowohl korrekt und vergleichbar vermessen als auch analysieren. Mögliche Fehlbildungen lassen sich so ebenfalls für Ärzte mit weniger Erfahrung schneller erkennen. "Entscheidend ist aus unserer Sicht, dass die neuen KI-Anwendungen auf unserer Edi­son-Plattform die Behandler entlasten - und zwar durch Zeit- und Kostenersparnis", sagt Goyen. Der behandelnde Arzt werde auch weiterhin die finale Therapieentscheidung treffen. Einzige Voraussetzung dafür ist, dass die Ergebnis­se aus KI-Analysen in bestehende Abläufe, Auswertungen und IT-Systeme unkompliziert integriert werden.

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