23. Juni 2024

Der Barcode feiert 50. Geburtstag

Es begann mit einem einfachen Beep: Vor 50 Jahren wurde der allererste Strichcode in einem Supermarkt in den USA gescannt Jetzt steht die neue moderne Barcode-Generation bereit.

Barcode 50 Jahre
© GS1 Germany

Erste Playmobilfiguren zogen ins Kinderzimmer ein, die deutsche Fußball-Nationalmannschaft holte den WM-Titel im eigenen Land und ABBA betrat mit Waterloo beim Grand Prix Eurovision de la Chanson die große Bühne. 50 Jahre liegen diese Ereignisse zurück, und die Digitalisierung nahm zugleich ihren Lauf. Am 26. Juni 1974 wurde nämlich in einem Marsh-Supermarkt in Ohio, USA, der Barcode auf einer Kaugummipackung der Marke Wrigley's Juicy Fruit zum ersten Mal gescannt. Dies war der Beginn des automatisierten Kassierens und der Grundstein für eine der prägenden Technologien des 20. Jahrhunderts.

Heute begegnet uns die Abfolge schwarzer Striche auf hellem Grund im täglichen Leben fast überall und in vielen Branchen wie zum Beispiel Handel, Logistik und Gesundheitswesen. Weltweit "beept" es hier wie dort jeden Tag über zehn Milliarden Mal. "Damit steht der Barcode seit 50 Jahren für Prozesssicherheit und Effizienzsteigerung. Als einer der Wegbereiter der digitalen Transformation hat er die Art und Weise, wie Daten erfasst und verarbeitet werden, signifikant verändert und so weitere technologische Innovationen, zum Beispiel den Self-Checkout im Supermarkt, ermöglicht", so Thomas Fell, CEO von GS1 Germany.

Mit multifunktionalen 2D-Codes in die Zukunft

Die kommende Barcode-Generation, mit leistungsstärkeren 2D-Codes, wird eine ebenso bedeutende Rolle spielen wie die linearen Strichcodes in den letzten 50 Jahren. Die zweidimensionalen Barcodes spielen immer da ihren Vorteil aus, wo mehr Information gefragt sind, als Verpackung oder eindimensionale Strichcodes liefern können, denn sie erlauben Kombinationen von mehr als 7.000 numerischen Zeichen. Außerdem öffnen sie Anwender quasi im Handumdrehen den Weg ins Internet, wo noch mehr Informationen auf sie warten. Dies macht der neue Standard "GS1 Digital Link" möglich, der in etwa wie eine Weiche funktioniert. Mit ihm lassen sich je nach Kontext unterschiedliche Informationen ausspielen. Während sich Verbraucher für Dinge wie in Produkten enthaltene Allergene, Rezeptideen oder Kundenbewertungen interessieren, möchten Geschäftspartner Zugriff auf zusätzliche für sie wesentliche wirtschaftliche oder technische Daten haben. Der Code auf dem jeweiligen Produkt bleibt dabei derselbe, die Informationsinhalte ändern sich je nach Zeitpunkt, Ort und Gerät des Barcode-Scans. Ab 2028 sollen die 2D-Codes an den Supermarktkassen lesbar sein.

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