6. Juni 2024

Smarter Energiezaun liefert dezentral Strom

Mit einem Windenergiezaun will der in New York ansässige Designer Joe Doucet die Welt ein bisschen grüner machen. Zur Vermarktung hat Doucet gemeinsam mit Jeff Stone, der als CEO fungiert, das Unternehmen Airiva gegründet.

Windzaun
© Airiva

Jedes Modul des neuen Zaunes, das für den Einsatz in bebauten Gebieten ausgelegt ist und dort wegen seines ästhetisch ansprechenden Aussehens niemanden stören dürfte, zumal die Turbinen nahezu lautlos arbeiten sollen, ist 4,30 Meter lang und 2,10 Meter hoch.

Pro Jahr produziert die Innovation, so die Entwickler, bis zu 2.200 kWh Strom, das ist ungefähr die Hälfte des Verbrauchs einer Durchschnittsfamilie in Mitteleuropa. Die Turbinen rotieren - ganz gleich, aus welcher Richtung der Wind weht. Sie müssen nicht wie Großanlagen in den Wind gedreht werden.

Windzaun
© Airiva

Die vertikal laufenden Windgeneratoren sollen weitgehend aus recyceltem Material hergestellt werden. Doucet und sein Team haben 16 Prototypen von vertikalen Turbinen untersucht und drei für Windkanaltests ausgewählt. Die effektivste will er jetzt in modularer Form auf den Markt bringen. Jeder Zaun besteht aus acht Turbinen. Diese sollen vor allem in Hotels, Gewerbegebieten und auch auf Flughäfen eingesetzt werden und dort herkömmliche Zäune ersetzen. Die Effektivität des Zauns ist zwar weit geringer als die von großen Windenergieanlagen. Der Vorteil besteht jedoch darin, dass die Übertragungswege kurz sind und der Strom dort verbraucht werden kann, wo er erzeugt wird.

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