26. März 2024

Northvolt baut Giga-Batteriezellfabrik in Schleswig-Holstein

Der Bau der Batteriezell-Gigafabrik von Northvolt Drei hat begonnen. Laut Bundeskanzler Scholz sind Investitionen wie diese für Deutschland und Europa von strategischer Bedeutung, um die technologische Souveränität zu erhalten.

Bundekanzler Olaf Scholz Northvolt Batteriefabrik
© Bundesregierung/Gaertner

Der schwedische Batteriezell-Hersteller Northvolt wird eine Gigafabrik in Dithmarschen errichten. Bundeskanzler Olaf Scholz nahm beim Festakt zum symbolischen Spatenstich teil und betonte, dass ganz Deutschland von der Fabrik profitieren werde. „So sichern wir unsere technologische Souveränität, und so sichern wir Wertschöpfung in Europa.“ Die neue Batteriefabrik werde zudem tausende Arbeitsplätze in der Region schaffen.

Deutschland sei und bleibe ein starkes Industrieland, die Herstellung guter Autos bleibe auch über den Verbrennungsmotor hinaus Rückgrat der Industrie. „Es sei eine gute Nachricht für alle Automobilstandorte in Deutschland, dass im Norden künftig klimafreundlich produzierte Batteriezellen für eine Million Autos im Jahr entstünden", so Scholz weiter.

Das Unternehmen Northvolt wird seine dritte Batteriezell-Gigafabrik auf einem 110 Hektar großen Gelände in der Nähe von Heide im Kreis Dithmarschen, Schleswig-Holstein errichten. Die Fabrik wird im Endausbau mit einer Kapazität von 60 Gigawattstunden eine der größten Batteriezell-Fertigungsstätten in Deutschland sein. Die Produktion soll im Jahr 2026 starten. Northvolt wird etwa fünf Milliarden Euro investieren und damit rund 3.000 direkte Arbeitsplätze in Heide und Umgebung schaffen. Laut Prognosen sollen nochmal mehr als Zehntausend im Umfeld entstehen, so der Kanzler.

»Deutschlands industrielles Herz wird zukünftig auch hier an der Nordwestküste schlagen.«

Bundeskanzler Olaf Scholz

Der Standort bietet beste Voraussetzungen dafür, dass die Produktion mit Erneuerbaren Energien gelingt. Hier wird Onshore- und Offshore-Windkraft im Überschuss produziert. Die Region ist zudem an das Stromnetz Dänemarks und Norwegens, den Nordlink, angeschlossen.

Noch einige Fakten

Die Bundesregierung und das Land Schleswig-Holstein unterstützen die neue Batteriefabrik mit rund 700 Millionen Euro. Die EU-Kommission hat die Beihilfe im Rahmen des Temporary Crisis and Transition Framework (TCTF) genehmigt. Das Projekt von Northvolt reiht sich ein in massive Unternehmensinvestitionen in Schlüsselindustrien, etwa von Wolfspeed, Intel, Tesla, Microsoft, Infineon, TSMC. Sie sollen dazu beitragen, dass Deutschland zu einem klimafreundlichen und resilienten europäischen Industrieland wird. Darüber hinaus schaffen sie viele neue, attraktive Arbeitsplätze in den Regionen: Etwa 3.000 Arbeitsplätze sollen bei Intel in Magdeburg entstehen, etwa 1.000 bei Infineon in Dresden, rund 2.000 bei TSMC in Dresden und bis zu 1.000 Arbeitsplätze bei Wolfspeed im Saarland.

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