22. Januar 2024

Dinslaken setzt in Schulen auf dezentrale Lüftungstechnik

Die Stadt Dinslaken in NRW hat ein ehrgeiziges Schulsanierungsprojekt aufgelegt und seit 2013 stark in die Modernisierung der stadteigenen Schulen und Kindertagesstätten investiert. Dabei erhalten die meisten Gebäude eine energetische Sanierung sowie neue, zukunftsweisende Raum- und Lüftungskonzepte.

Lüftungstechnik Schule
© Wolf

In der Ganztagsgrundschule (GGS) Hühnerheide wurden seit Anfang 2023 in allen Unterrichtsräumen dezentrale Lüftungsgeräte von WOLF eingebaut. Die 2-zügige Bildungseinrichtung wurde 1997 als eingeschossiges, barrierefreies Gebäude mit 1.000 m² Nutzfläche errichtet und 2003 und 2013 um Räume für die Offene Ganztagsschule (OGS) sowie eine Mensa auf rund 1.480 m² erweitert. Das Gebäude dient vielen Schülerinnen und Schülern im Rahmen der OGS nicht nur vormittags als Lernort, sondern auch als Lebensort am Nachmittag.

Räume unterschiedlich nutzbar machen

Nach dem neuen Konzept gruppieren sich die Unterrichtsräume der Schule um ein Atrium mit Flachdach, das sämtliche Flure, Technikräume sowie eine Aula mit Bühne überspannt. In einem seitlichen Anbau sind die Küche und ein Speisesaal untergebracht. Über den hellen und hohen Räumen befindet sich jeweils ein versetztes Pultdach, das mit senkrechten Lichtbändern und/oder klassischen Oberlichtern ausgestattet ist.

Ziel der umfassenden Baumaßnahme war, die Räume unterschiedlich nutzen zu können. Heute gehört zu jedem der acht Klassenräume ein ebenfalls dezentral belüfteter Differenzierungsraum für die Arbeit in kleineren Lerngruppen. Jeder Unterrichtsraum hat ein innenliegendes Fenster zum Gang. Durch die so entstandenen Sichtachsen können die Lehrer ihre Schülerinnen und Schüler beaufsichtigen. Außerdem werden auch die Flure mit Tageslicht versorgt.

Dezentrale Lüftung ideal für die Nachrüstung

Bei der Ertüchtigung der Infrastruktur hatte neben den Themen Digitalisierung und Akustik auch die Luftqualität einen sehr hohen Stellenwert. Ein kontinuierlicher Austausch von verbrauchter Raumluft gegen frische Außenluft kann nur durch ein Lüftungsgerät sichergestellt werden. Da sowohl die Dachstühle der Pultdächer als auch die Holzdecke des Flachdachs statisch nicht für die Belastung durch eine zentrale Lüftungsanlage ausgelegt waren, kam nur eine dezentrale maschinelle Lüftung infrage. Der Eingriff in die Bausubstanz sollte dabei so gering wie möglich ausfallen.

Effizient und leise

Eine wesentliche Vorgabe der Stadt Dinslaken war außerdem, dass die neue Lüftungstechnik einen hohen energetischen Wirkungsgrad bei gleichzeitig besonders geringen Betriebsgeräuschen sowie eine Anbindung an die Gebäudeleittechnik bieten sollte. Die kompakten Lüftungsgeräte WOLF CGL 2 edu arbeiten im Nennluftbetrieb mit einem Luftvolumenstrom von 930 m³/h. Damit wäre selbst bei 35 Personen in der Schulklasse die Mindestanforderung für Schullüftungssysteme mit einem Außenluftvolumenstrom von mehr als 25 m³/h pro Person im Raum erfüllt. Dank innovativer Dämmelemente und Ventilatortechnik bescheinigt der TÜV SÜD den Geräten in dieser Leistungsstufe einen Schalldruckpegel von nur 35 dB(A) in einem Meter Abstand (nach DIN EN ISO 11203 ermittelt).

Die WOLF CGL 2 edu arbeiten stufenlos CO2-geführt. Das bedeutet, ein Sensor erfasst kontinuierlich die CO2-Konzentration der Abluft und gibt das Signal, den Volumenstrom entsprechend dem Bedarf anzupassen. Im Booster-Betrieb kann der Volumenstrom auf 1.100 m³/h erhöht werden. So wird nicht mehr Luft ausgetauscht als tatsächlich erforderlich und die Betriebskosten werden auf ein Minimum reduziert. Die Steuerung der dezentralen Lüftungsgeräte erfolgt über eine Regelungsschnittstelle zentral über die Gebäudeleittechnik.

Das Kollegium der GGS Hühnerheide ist nicht nur von den frisch renovierten Räumen der Grundschule beeindruckt. „Das schlichte Gerät fällt optisch und auch akustisch selbst in ruhigen und konzentrierten Arbeitsphasen der Klasse nicht auf“ sagt die Konrektorin und kommissarische Schulleiterin Jana Woitek stellvertretend für ihr Kollegium. „Es fügt sich optisch wie ein normaler Schrank in den Raum ein. Man muss sehr genau hinhören, um das Gerät akustisch wahrzunehmen. Die gleichmäßig gute Luftqualität fördert auch die Konzentration. Zusätzlich zu den positiven Aspekten im Sinne von Hygiene und Gesundheit ist das ein wirkliches Plus für den Unterricht unserer Schülerinnen und Schüler.“

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