20. Juni 2024

Spektakulärer Elektro-Roadtrip nach Frankreich

Der dänische Maschinenbaukonzern Danfoss ist mit einem seiner Elektro-Lkws auf eine große Reise gegangen. Zusammen mit 48 Elektroautos legte er anlässlich des 24-Stunden-Rennens mehr als 1.300 Kilometer von Dänemark nach Le Mans in Frankreich zurück.

Elektro-LKW Danfoss
© Danfoss GmbH

Nach Angaben der Internationalen Energieagentur (IEA) verursachten Lkw und andere schwere Nutzfahrzeuge im Jahr 2020 jährlich 1.776 Millionen Tonnen CO2-Emissionen. Dabei legen 45 Prozent aller Güter, die in Europa auf der Straße transportiert werden, weniger als 300 Kilometer zurück. Durch die Elektrifizierung dieser Transporte können erhebliche Emissionseinsparungen erzielt werden, und zwar mit einer Technologie, die bereits verfügbar ist. 

Die Fahrt wurde von GodEnergi als Non-Profit-Veranstaltung organisiert, um Reichweitenängste abzubauen und zu zeigen, dass es möglich ist, den Verkehr in viel größerem Umfang zu elektrifizieren, als heute allgemein angenommen wird.

Auch längere Strecken möglich

"48 Prozent aller Lkw in Dänemark fahren weniger als 300 km pro Tag, und 62 Prozent aller Fahrten von schweren Lkws in der EU sind kürzer als 400 km" erklärte Torben Christensen, Chief Sustainability Officer bei Danfoss. "Wir sehen daher weder technische noch praktische Hindernisse, um vollständig auf Elektro-Lkw umzusteigen. Um die Produktivität zu optimieren, sollte die Ladeinfrastruktur in erster Linie an Standorten wie Frachtterminals eingerichtet werden, damit die Ladezeit mit den Beladungszeiten der Fracht übereinstimmt. Wir haben einen unserer Elektro-Lkw nach Le Mans geschickt, um zu beweisen, dass es schon heute möglich ist, längere Strecken zurückzulegen. Mit anderen Worten: Für einen großen Teil der Lkw gibt es keinen Grund, Reichweitenangst zu haben. Gleichzeitig wird die Elektrifizierung des Schwerlastverkehrs einen wichtigen Beitrag zur Energiewende leisten."

Der Elektro-Lkw ist Teil der vollelektrischen Lkw-Flotte von Danfoss. Er nahm an der dreitägigen Fahrt teil, um das Potenzial der Elektrifizierung und Dekarbonisierung des Schwerlastverkehrs und die zahlreichen technologischen Lösungen, die bereits heute existieren, zu veranschaulichen. Der Lkw enthält mehrere Schlüsselkomponenten von Danfoss, das in den letzten Jahren ein erhebliches Wachstum im Elektrifizierungsgeschäft verzeichnen konnte.

Elektrisch von Nordborg nach Le Mans

Der elektrische Roadtrip, bestehend aus 48 Elektroautos und einem Elektro-Lkw, startete offiziell am 12. Juni am Hauptsitz von Danfoss in Nordborg, Dänemark. Von Nordborg aus überquerte die Delegation die Grenze nach Deutschland und erreichte am selben Tag die Niederlande, wo sie einen Zwischenstopp einlegte. Am 13. Juni setzte die Delegation ihre Reise von den Niederlanden über Belgien zum endgültigen Zielort fort: Le Mans in Frankreich. Der gesamte Konvoi bestand ausschließlich aus Elektrofahrzeugen, alle Aspekte der Reise wurden elektrifiziert. Die Teilnehmer nutzten den Strom der teilnehmenden Fahrzeuge für ihre Camps, einschließlich der Zubereitung ihrer Mahlzeiten auf elektrischen Grills.

Die Fakten: Danfoss-Technologie im Truck

Normalerweise ist der E-Truck Teil des internen Betriebs von Danfoss und fährt Fracht zwischen Produktionsstätten und Logistikstandorten. Darüber hinaus ist der Lkw mit Lösungen und Komponenten aus dem eigenen Portfolio von Danfoss ausgestattet.

Danfoss Editron liefert das ED3-Bordladegerät und die Stromversorgung für die Volvo-Elektro-Lkw, die eine schnelle Wechselstrom-Ladung über Nacht ermöglicht - eine wichtige Voraussetzung für die Elektrifizierung von Lkw und Bussen auf der Straße sowie von Geländefahrzeugen. 

Semikron Danfoss liefert SKAI Hochspannungsumrichter für die Elektro-Lkws von Volvo Trucks. Der Traktionsumrichter spielt eine entscheidende Rolle bei der Steuerung des elektrischen Energieflusses von der Batterie zum Elektromotor, der das Fahrzeug antreibt. Eine präzise Steuerung des Stromflusses ist für ein sanftes Beschleunigen und Abbremsen sowie einen effizienten Energieverbrauch unerlässlich. Im Wesentlichen funktioniert der Wechselrichter wie eine direkte Verlängerung des Gaspedals des Fahrzeugs und bestimmt anhand der Eingaben des Fahrers, wie schnell und wie stark der Motor arbeiten soll.

Der Wechselrichter ist auch der Teil des Antriebsstrangs, der den Gleichstrom (DC) aus der Batterie in Wechselstrom (AC) umwandelt, den der Elektromotor benötigt. Der Wechselrichter ermöglicht das sogenannte regenerative Bremsen, das die Reichweite des Elektrofahrzeugs erhöht, indem beim Bremsen und Verzögern des Fahrzeugs neue Energie für die Batterie erzeugt wird.

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