19. Februar 2024

Umfrage: Nutzung des Autoakkus als Stromspeicher

Mit dem Ausbau erneuerbarer Energien steigt der Bedarf an Stromspeichern. Kein Wunder also, dass nun verstärkt an der Nutzung von Elektrofahrzeugakkus als Zwischenspeicher gearbeitet wird – zumal sie eine deutlich höhere Kapazität haben als zum Beispiel die stationären Batteriespeicher.

Elektroauto KIA
© KIA

Inzwischen sind die ersten Stromer auf dem Markt, die das so genannte bidirektionale Laden beherrschen, und es wird damit gerechnet, dass das „Bidi“-Geschäft 2024 in Fahrt kommen wird. Im Fokus stehen dabei die Einspeisung ins häusliche Stromnetz (Vehicle-to-Home, kurz V2H) und die von den Rahmenbedingungen her anspruchsvollere Einbindung ins öffentliche Netz (Vehicle-to-Grid, V2G). 

Doch wie groß ist das Interesse von E-Fahrern, das eigene Fahrzeug als Stromquelle zur Verfügung zu stellen? Dieser Frage ist das Marktforschungsinstitut YouGov jetzt im Auftrag von Kia mit einer repräsentativen Studie nachgegangen. Befragt wurden dazu im November 518 Personen aus ganz Deutschland, die ein E-Auto besitzen oder im Haushalt haben. Das Ergebnis zeigt: Insgesamt 81 Prozent bejahen die Frage, ob sie an einer V2H-Nutzung interessiert seien, wenn das Fahrzeug und die Wallbox die erforderlichen Voraussetzungen erfüllen (43 Prozent „ja, auf jeden Fall“, 38 Prozent „ja, wahrscheinlich“), bei der V2G-Nutzung sind es 75 Prozent (39 bzw. 36 Prozent). Besonders überraschend: Nicht nur die Bewohner von Einfamilien-, Doppel- oder Reihenhäusern zeigen dieses große Interesse, sondern auch die Befragten, die in einem Mehrfamilienhaus bzw. einer Wohnung leben.

Die Studie präsentiert zudem weitere interessante Zahlen, etwa zur Ladeinfrastruktur: 69 Prozent aller Befragten besitzen oder nutzen an ihrer Wohnadresse eine private Ladestation. Weitere 18 Prozent geben an, sie hätten die Möglichkeit, eine zu nutzen oder zu installieren. Ein ähnliches Bild, wenn auch mit etwas niedrigeren Werten, ergibt sich bei der Photovoltaik: Bei 58 Prozent der Befragten ist bereits eine PV-Anlage ins häusliche Stromnetz integriert, weitere 13 Prozent planen die Anschaffung. Die Mehrheit der E-Fahrer wohnt in einem Einfamilienhaus (56 Prozent), 24 Prozent sind Doppel- oder Reihenhausbewohner und 21 Prozent leben in einem Mehrfamilienhaus bzw. einer Wohnung. Rund die Hälfte der Befragten (49 Prozent) fährt bereits seit zwei oder mehr Jahren ein E-Auto. Und bei gut zwei Dritteln der E-Fahrer (69 Prozent) gibt es mindestens ein weiteres Auto im Haushalt, wobei es sich häufig ebenfalls um ein aufladbares Fahrzeug – Elektroauto oder Plug-in-Hybrid – handelt (36 Prozent EV, 35 Prozent PHEV, 48 Prozent andere Antriebe, inklusive Mehrfachnennungen).

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